Animiertes Modell zu Holzbau-Musterpark
Prinz-Eugen-Park in Bogenhausen, Deutschlands größte zusammenhängende Holzbau-Mustersiedlung
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6.000-mal Holzbau dank Förderprogramm

04. Februar 2022

Der Münchener Stadtrat hat ein Förderprogramm für den Holzbau in Höhe von 60 Mio. Euro verabschiedet. Damit wurde ein wichtiges Signal für klimaschonendes Bauen gesetzt. In der bayerischen Landeshauptstadt können nun bis 2027 6.000 neue Wohnungen in Holz- und Holzhybridbauweise entstehen.

Nach dem Vorbild des Prinz-Eugen-Parks in Bogenhausen können in München in den kommenden Jahren weitere Holzbau-Quartiere realisiert werden, berichtet proHolz Bayern in einer aktuellen Pressemeldung. proHolz Bayern ist das Imagebündnis der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft am Bayerischen Cluster Forst und Holz und hat sich unter anderem die nachhaltige Holzverwendung für den Klimaschutz als Ziel gesetzt.

Potenzielle Standorte befinden sich unter anderem an der Hochmuttinger Straße in Feldmoching, auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in Freimann sowie in Freiham. Durch das Förderprogramm wird die Schaffung ökologischen und zugleich bezahlbaren Wohnraums in der Stadt vorangetrieben.

Waldbesitzende leisten Beitrag zum Klimaschutz

Gebäude in Holzbauweise werden von vielen Menschen geschätzt und verfügen über eine hohe Wohnqualität. „Die Stadt München zeigt hier, wie moderne Stadtentwicklung und Klimaschutz sinnvoll in Einklang zu bringen sind“, erläutert Alexander Gumpp, Vorsitzender des Kuratoriums von proHolz Bayern.

„Besonders vorteilhaft ist dabei der Einsatz von heimischem Holz – nicht nur wegen der kurzen Transportwege, sondern auch, weil wir hier die Gewissheit haben, dass unsere bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten,“ so Gumpp weiter.

Neuen Wohnraum schaffen, aber nachhaltig

Vor dem Hintergrund des Klimawandels gewinnt Holz als nachwachsender Rohstoff zunehmend an Bedeutung, ganz besonders im urbanen Raum. Neubauten, aber auch das Nachverdichten mit Holz, seien effiziente und zugleich klimaschonende Möglichkeiten, um dringend benötigte zusätzliche Wohn- und Büroflächen in Innenstädten zu schaffen. Durch den Einsatz von Holz lassen sich die CO2-Emissionen gegenüber anderen Baustoffen um über 40 % senken. Dieses Ziel werde mit der Förderung verfolgt.

Quelle: proHolz Bayern