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600 Bäume zum 600. Jubiläum der Uni Leipzig

600 Bäume zum 600. Jubiläum der Uni Leipzig

Das studentische Umweltschutzprojekt „600 Bäume zum 600. Jubiläum der Universität Leipzig“ lud im 600. Jubiläumsjahr der Universität Leipzig Angehörige der Uni, sowie Leipziger Bürger dazu ein, eine Baumpatenschaft in Leipzig und Umgebung zu übernehmen und somit aktiv und umweltbewusst den eigenen Lebensraum mitzugestalten. Prominente Unterstützung erhielt das Projekt von drei Schirmherren: Sigmar Gabriel (Bundesumweltminister a.D.), Klaus Töpfer (Bundesumweltminister a.D.) und Johannes Lichdi (MdL Sachsen). Erfahrene Partner bei der Umsetzung des Projektes waren das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, die Stiftung Wald für Sachsen und der Staatsbetrieb Sachsenforst. Veranstalter waren die Studierenden 2009 e.V.
Mit Stand vom 07. Juli 2010 sind 521 Spender dem Aufruf der Übernahme einer Starkbaum- oder Setzlingpatenschaft gefolgt. Insgesamt kamen 34.735 Euro zusammen. Von dieser Spendensumme wurden 10720 Setzlinge (Ziel: 10000 Setzlinge) in Großzössen in der Gemeinde Neukieritzsch finanziert, 106 Starkbäume (Ziel: 100 Starkbäume) in Leipzig als Patenbäume übernommen und 16 Starkbäume (Ziel: 16 Starkbäume) im Oberholz in Großpösna gepflanzt.
Es spendeten unter anderem der Rektor, Dekane und Professoren, sowie Studierende, Institute, Fachschaftsräte, der StudentInnenRat, aber auch Alumni, Seniorenstudenten oder Privatpersonen. Diese überwältigende Beteiligung an dem Projekt zeigt, dass sich viele Menschen ihrem Lebensraum verbunden fühlen und nachhaltige Veränderungen für die Umwelt anstreben. Hierfür braucht es viele Anreize. Das Baumpatenschaftsprojekt war eines davon. Es benötigt aber noch viel mehr Anreize in Form von Projekten oder alltäglichen Handlungsmöglichkeiten, um umweltbewusster zu leben. Eine Hoffnung ist, dass dieses Projekt viele inspirieren wird, um sich auch weiterhin für ihre Umwelt und ihren Lebensraum, direkt vor der eigenen Haustür, zu engagieren.
Die Pflanzaktionen
Die Pflanzaktionen des Projektes konzentrierten sich auf die Übernahme von Starkbaumpatenschaften in Leipzig, das Anlegen einer Baumallee in Großpösna mit 16 Bäumen und das Pflanzen von bis zu 10000 Setzlingen auf einer ehemaligen Bergbaufläche in Großzössen. Den Auftakt machte der Rektor der Universität, Prof. Dr. Franz Häuser, am 23. April 2009 mit der Pflanzung einer Robinie in der Schwanenparkanlage hinter der Oper. Am 19. September 2009 pflanzten alle 14 Fakultäten der Universität, sowie das Rektoratskollegium und der Sächsischen Forstverein 16 Winter-Linden im ehemaligen Universitätswald (1544 bis 1933), dem Oberholz, zu einer neu angelegten Baumallee. Den Abschluss der Pflanzaktionen bildete der weltweit erste „Pflanzflash“ am 14. November 2009 in Großzössen, in der Gemeinde Neukieritzsch. Mit Hilfe von 55 Helfern aus Leipzig und der Umgebung wurde der Grundstein für ein 2,5 ha großes Schutzwaldsystem gelegt, welches aus standortgerechten Baumarten wie beispielsweise Traubeneiche, Hainbuche, Winterlinde oder Vogelkirsche besteht.
Die Abschlussveranstaltung des Baumpatenschaftsprojektes fand am Sonntag, den 25. April 2010, im Park hinter der Moritzbastei statt. Rund 350 Gäste waren erschienen und erfreuten sich bei schönstem Sonnenschein an dem umfangreichen Programm mit einem Hebekran der Stadt Leipzig, einer Tombola, deren Hauptpreis ein  Baum war, sowie unzähligen Infoständen, einem vielfältigen Kinderangebot und Vorträgen im Grünen. Highlight des Tages war die Pflanzung eines Starkbaumes von Frau Prof. Dr. Gisela Mohr (Institut für Psychologie II) zwischen dem Gewandhaus und der Moritzbastei. Als Festredner waren Oberbürgermeister Burkhard Jung, Prorektor Prof. Dr. Martin Schlegel und Leiter des Bundesamtes für Naturschutz in Leipzig, Matthias Herbert, anwesend.
Blick in die Zukunft
Oberbürgermeister Burkhard Jung bedankte sich bei dem Projektleiter und den vielen Paten, die dieses Projekt mit seinem großen Erfolg ermöglicht hätten. Des Weiteren regte Jung an, dass die anstehenden Jubiläen, 200 Jahre Vielvölkerschlacht (im Jahr 2013) und 1000 Jahre ersturkundliche Erwähnung der Stadt Leipzig (im Jahr 2015), mit ähnlichen Patenschaftsaktionen bedacht werden könnten. Prorektor Schlegel dankte dem Projekt für seine beachtlichen Ergebnisse und gab allen Anwesenden mit auf dem Weg, auch weiterhin so aufgeschlossen, engagiert und wachsam für die Umwelt zu sein. In diesem Zusammenhang kommt auch die weitere Intention des Projektes zur Geltung, nämlich die Idee, zu einem Jubiläum Bäume zu pflanzen, auch nach dem Abschluss des Projektes deutschlandweit bekannter zu machen, so dass zu jeglichen Jubiläen von Universitäten, Schulen, Kindergärten bis hin zu Unternehmen, Städten oder Dörfern sich engagierte Menschen zusammenfinden werden, um Bäume für ihren Lebensraum zu pflanzen. Leipzig hat es vorgemacht. Mit Erfolg
Thomas Seifert

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