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60-Jahre Europäische Pflanzenschutzorganisation EPPO

60-Jahre Europäische Pflanzenschutzorganisation EPPO

Das Risiko einer Einschleppung und Ausbreitung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten ist heute durch die Verflechtung des Welthandels und den Klimawandel höher als je zuvor. Neben Risikoanalysen und effizienten Kontrollsystemen unterstützt ein Frühwarnsystem die Staaten in Europa dabei, den Gefahren für Kultur- und Wildpflanzen rechtzeitig vorzubeugen. Die Grundlagen dafür hat der Rat der Pflanzenschutzorganisation Europas und des Mittelmeerraums (EPPO) erarbeitet, der in diesem Jahr 60-jähriges Bestehen feiert. „Die Europäische Pflanzenschutzorganisation EPPO leistet daher einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft und dem Erhalt unserer Kulturlandschaft“, sagte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Robert Kloos, anlässlich der Jahrestagung des EPPO in Bonn.
Die EPPO ist durch das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen weltweit für Europa anerkannt und mit 50 Vertragsstaaten die größte supranationale Pflanzenschutzorganisation auf internationaler Ebene. Sie erarbeitet fachliche Standards zur Harmonisierung der Maßnahmen und Regelungen in Europa, Fachpublikationen zur Pflanzengesundheit und zum Pflanzenschutz sowie Datenbanken zu gefährlichen Schadorganismen der Pflanzen. Die EPPO leistet auf den Gebieten Pflanzengesundheit und Pflanzenschutz hervorragende wissenschaftliche Arbeiten. Für die Mitgliedstaaten sind die Ergebnisse eine wichtige fachliche Grundlage für nationale Regelungen zum Schutz der Pflanzengesundheit und für sichere Kontrollen, für die gezielte Diagnose von Pflanzenkrankheiten und die Bewertung von Risiken durch gefährliche Krankheiten und Schädlinge, insbesondere neue Schadorganismen.
Die Organisation hat ihren Sitz in Paris und wurde im Jahr 1951 durch 15 Staaten gegründet, darunter Deutschland. Gastgeber der diesjährigen Jubiläumssitzung vom 20. bis 22. September 2011 in Bonn ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. An der Sitzung nehmen über 70 Teilnehmer aus den EPPO-Mitgliedstaaten in Europa und dem Mittelmeerraum teil. Im Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Kolloquiums steht das Thema „Plant protection and plant health – links, interactions and future challenges” mit Vorträgen von Vertretern der Welternährungsorganisation (FAO), der Europäischen Kommission, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der EPPO-Vertragsstaaten.
 
 

 www.eppo.org

 
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