ABO
5.000 Bäume gegen den Klimawandel

5.000 Bäume gegen den Klimawandel

Für jedes neue Mitglied ein weiterer Baum in Hessen: Seit 2011 lässt die Sparda-Bank Hessen im Rahmen der Aktion „Hessen wächst“ für jedes neue Mitglied ihres Instituts einen Baum anpflanzen. So ist Herborn nun Standort für den vierten hessischen Klimawald, der im Rahmen dieses gemeinsamen Projekts mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst entsteht. Weitere Klimawald-Flächen in mehreren hessischen Regionen sind bereits in Planung. Hauptanliegen dieser Kooperation ist die Schaffung völlig neuer, zusätzlicher Waldflächen, die zur Reduktion des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) beitragen.
 
Der neu entstandene Herborner Klimawald besteht aus 5.000 Eichen und einem Waldrand aus weiteren heimischen Baumarten und Sträuchern. Drei erste Klimawaldflächen mit insgesamt 10.000 Bäumen wurden bereits im vergangenen Herbst im Knüllwald in Nordhessen angelegt. Für den kommenden Herbst ist die Anlage eines fünften Sparda-Klimawalds in Südhessen vorgesehen, weitere Flächen folgen 2013.
 
„Bäume entnehmen der Atmosphäre beim Wachstum das Treibhausgas Kohlendioxid. Dieses CO2 ist der Hauptverursacher der Klimaerwärmung. Zugleich geben die Bäume Sauerstoff zurück“, erläuterte Forstdirektor Werner Weitzel, Leiter des CO2-Projektes von Hessen-Forst. „Der Kohlenstoff wird in die Pflanze eingebaut. Gut 50 Prozent der Holz- und Blattmasse eines Baumes bestehen aus Kohlenstoff, der aus dem CO2 der Luft stammt.“ Deshalb sei für diese Flächen, die gezielt wegen ihrer zusätzlichen CO2-Aufnahme angelegt werden, der Begriff „Klimawald“ gewählt worden. „Die hier angelegte Fläche wird darüber hinaus ein wertvoller Lebensraum für heimische Tiere werden“, ist sich der Forstexperte sicher.
 
 „Eine Aufforstung ist also eine gute Investition in die Zukunft. Mit dem Wachstum von jedem Kubikmeter Holz werden der Atmosphäre etwa 1,4 Tonnen CO2 entzogen − und damit so viel, wie ein 6-Liter-Auto auf rund 10.000 Kilometern ausstößt.“ Darüber hinaus wird bei der Produktion, also dem Wachstum des Waldes, eine Tonne Sauerstoff in die Atmosphäre abgegeben“, resümierte Detlef Stys, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst. Der Herborner Klimawald werde der Atmosphäre alleine in den nächsten 50 Jahren voraussichtlich gut 200 Tonnen CO2 entziehen. Zusammen mit den drei anderen nordhessischen Sparda-Klimawäldern seien es rund 1.000 Tonnen. Sobald dann das erste klimaneutrale Holz genutzt werde, verstärke sich der positive Umweltaspekt, weil zusätzlich CO2 vermieden werde. 
 
 
Hessen-Forst

Auch interessant

von