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Verteilung der Pelletheizungen in Deutschland

400.000 Pelletfeuerungen in Deutschland installiert

In der Gemeinde Drebach im Erzgebirgskreis ist die 400.000ste Pelletfeuerung in Deutschland in Betrieb gegangen. Der 26-kW-Pelletkessel beheizt eine zum Wohnhaus umgebaute Kirche.

Zum Jubiläum weist der Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV) Martin Bentele auf das hohe CO2-Einsparpotenzial moderner Holzfeuerungen und die gesicherte Verfügbarkeit von Holzpellets in Deutschland hin, die einen weiteren Ausbau ermöglichen.
DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele überreichte den Betreibern einen Gutschein für 3 t Pellets.
Die Pelletheizung der Firma HDG Bavaria ist Gewinner einer Auslosung unter Kessel- und Ofenherstellern. Sie beheizt eine zum Wohnhaus umgebaute Kirche, wo sie eine alte Ölheizung ersetzt.
In Sachsen wurden letztes Jahr rund 5 % der bundesweiten Förderanträge für Pelletheizungen gestellt. Damit nimmt der Freistaat im östlichen Teil Deutschlands die Vorreiterrolle ein. Bundesweit führend ist Bayern mit über 35 % aller Anlagen.
Energiewende am Wärmemarkt
„Fakt ist“, so Bentele, „dass mit modernen Holzheizungen und automatischen Öfen auf sehr wirtschaftliche Art und Weise große Mengen CO2 eingespart werden können – bei gleichzeitig hervorragendem Emissionsverhalten. In diesem Jahr werden die bundesweit betriebenen Pelletfeuerungen rund 3 Mio. t CO2 einsparen. Mit der sicheren Verfügbarkeit von Holzpellets aus heimischer Produktion könnten sogar deutlich mehr Anlagen betrieben werden.“
Breites Einsatzspektrum
Pelletfeuerungen kommen nicht nur bei der Sanierung zum Einsatz, auch im Neubau und für die gewerbliche Nutzung sind sie geeignet. Unter den derzeit installierten Feuerungen sind:
•  rund 250.500 Pelletheizungen mit einer Leistung bis 50 kW,
•  etwa 12.000 Anlagen mit einer größeren Leistung und
•  rund 137.500 Pelletkaminöfen.
Mit etwa 2 Mio. t Produktion im Jahr (3,2 Mio. t Kapazität) stellt Deutschland heute europaweit die meisten Pellets her. Hierfür werden zu 90 % im Sägewerk anfallende Holzspäne und Sägemehl verwendet. Nichtsägefähige Rundhölzer werden zu etwa 10 % genutzt. Von beiden Sortimenten sind in Deutschland jährlich bis zu 23,5 Mio. t verfügbar.
Seit Jahren produziert Deutschland mehr Pellets als im Land verbraucht werden, die Handelsstatistik weist regelmäßig einen Exportüberschuss aus.
Förderung für den Heizungstausch
Die Rahmenbedingungen für den Heizungstausch hin zur Pelletfeuerung sind in Deutschland sehr gut. Über das bundesweit angebotene Marktanreizprogramm (MAP) können 20 bis 30 % der Investitionskosten direkt erstattet werden.
„Der Bürger weiß allerdings im seltensten Falle von den staatlichen Wohltaten“, bemängelt Bentele. Hier seien engagierte SHK-Betriebe gefragt, die Verbraucher beim Heizungstausch hin zu Erneuerbarer Wärme beraten können. Speziell qualifizierte Betriebe findet man unter:
Bentele kündigt an, die Qualifizierung des Fachhandwerks als kompetenter Ansprechpartner weiterhin mit Schulungsprogrammen zu stärken.
DEPV
Verteilung der Pelletheizungen in Deutschland Gesamtbestand und Zubau 2015. Quelle: Deutsches Pelletinstitut

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