ABO
Dirk Zöll aus Nordrhein-Westfalen siegte mit seinem belgischen Kaltblut Wotan bei den Einspännern.

4. Deutsche Meisterschaft der Pferderücker

Vom 22. bis 23. September fand in Reuden (Sachsen-Anhalt) die 4. Deutsche Meisterschaft der Pferderücker statt. Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt war der Veranstalter und Gastgeber, ausgerichtet und organisiert wurde die Meisterschaft von der Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. (IGZ). Zu Gast waren Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt und der Staatssekretär Ralf-Peter Weber.

Durch diese Veranstaltung sollte der Einsatz von Pferden im Wald öffentlichkeitswirksam unterstützt werden. Die besondere Bedeutung des Einsatzes von Pferden in der Kombination mit Maschinen bestehe in der Möglichkeit, eine pflegliche, naturgemäße und ökonomische Waldwirtschaft zu betreiben. Die geringere Bodenverdichtung, die vermiedenen Schäden am umliegenden Bestand, der mögliche größere Abstand der Rückegassen und die damit um 10 % steigende Fläche zur Holzbodennutzung seien Argumente für eine weitere Verbreitung der Arbeit mit Rückepferden. Das Motto lautete nicht „Pferd statt Maschine“ sondern „Pferd und Maschine“.

Um die Leistungsfähigkeit der Besten dieses alten Handwerkes mit modernen Perspektiven zu zeigen, hatten sich aus ganz Deutschland 1- und 2-Spänner eingefunden, um sich zu messen.

Von germanischen Göttern und amerikanischen Actionstars

Nach hervorragenden Leistungen in einem Parcour mit kniffligen Aufgaben siegte Dirk Zöll aus Nordrhein-Westfalen mit seinem belgischen Kaltblut Wotan bei den 1-Spännern. Bester 2-Spänner wurde Reinhard Hundsdorfer aus Bayern mit seinen Gespann Chuck und Norris (Noriker und Süddt. Kaltblut). Die Gewinner erhielten Ihre Pokale von der amtierenden Waldkönigin Sachsen-Anhalts, Christiane der I.

Die Besucher konnten sich bei der RAL Gütegemeinschaft über das neue Gütezeichen Pferdehaltung & -nutzung informieren. In einem gemeinsamen Zelt mit der IGZ informierte die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde über Gefahren für das Bodenleben durch Verdichtung und Sauerstoffmangel des Waldbodens.

IGZ
Der Sieger bei den Zweispännern wurde Reinhard Hundsdorfer aus Bayern mit seinen Gespann Chuck und Norris (Noriker und Süddt. Kaltblut).

Auch interessant

von