Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

33.000 Unterschriften gegen Nationalpark Teutoburger Wald

Die Bürgerbewegung „Unser Teutoburger Wald“ wird Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der kommenden Woche 33.000 Unterschriften gegen den vom grünen Koalitionspartner geplanten Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe übergeben.  „Die Unterschriften dokumentieren, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Region gegen den Nationalpark ist“, so der Sprecher der Bürgerbewegung, Ralph Gerdes.

Mit Unverständnis reagiert die Bürgerbewegung auf die jüngste Erklärung von Umweltminister Remmel, der den Ausgang der Landtagswahl zur Abstimmung über den umstrittenen Nationalpark erklärt hat. „Von allen Beteiligten – auch von Minister Remmel – ist stets erklärt worden, die Abstimmung  über den Nationalpark werde in der Region getroffen und es müsste ein breiter Konsens sowie eine Zustimmung der betroffene Eigentümer vorliegen“, so Gerdes.  Von all dem sei man aber weit entfernt. Gegen den Nationalpark lägen nicht nur mehr als 33.000 Unterschriften vor. Auch zwei von drei der betroffenen Kreise sowie acht von neun Kommunen hätten sich dagegen ausgesprochen. Private Eigentümer, deren Waldflächen 75 % der angedachten Kulisse ausmachen, wollen oder – wie im Fall des Landesverbandes Lippe – dürfen ihre Waldflächen aus gesetzlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen.

Anstatt sein Scheitern einzugestehen, versuchte der Umweltminister per Ukas Fakten zu schaffen. So kritisiert die Bürgerbewegung insbesondere die Einrichtung eines Nationalpark-Infobüros in Bad Lippspringe sowie die bereits in die Millionen gehenden Planungskosten für ein Projekt, gegen das es erhebliche rechtliche Vorbehalte sowie eine breite regionale Mehrheit geben. „Wir fordern Frau Kraft und ihren Umweltminister auf, unverzüglich eine neue Nationalparkkulisse vorzulegen, die den rechtlichen Kriterien des Bundesnaturschutzgesetzes entspricht. Gelingt das nicht, sind sofort sämtliche Planungen einzustellen und ein für alle Mal anzuerkennen, das die Idee eines Nationalparks naturschutzfachlich nicht in den Teutoburger Wald  passt“, so die Bürgerbewegung „Unser Teutoburger Wald“.

Bürgerbewegung "Unser Teutoburger Wald"

Auch interessant

von