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Fröhliche Gesichter zur Jubiläumstagung in Eberswalde: Die Sektion Waldbau des DFVA. Foto: J. Engel

30. Jahrestagung der Sektion Waldbau in Eberswalde

Sturm, Feuer, Trockenheit, Insekten aber auch Gesellschaft, Politik und Märkte wirken direkt und indirekt auf den Wald ein. Viele dieser Faktoren sind altbekannt und manche verstärken sich oder kommen neu dazu. Diese Unsicherheiten für die Bewirtschaftung von Wäldern zu erkennen, zu bewerten und neue Lösungswege aufzuzeigen stand am 14. und 15. September 2015 in Eberswalde im Mittelpunkt der Fachtagung der Sektion Waldbau des Verbandes der deutschen forstlichen Versuchsanstalten und der forstlichen Fakultäten der Universitäten.
Die 40 teilnehmenden Forstwissenschaftler/innen befassten sich mit den steigenden Risiken für die Waldbewirtschaftung und diskutierten aktuelle Erkenntnisse zur Verjüngung, Pflege und dem Schutz und der Nutzung von Waldökosystemen. Dazu zählten insgesamt 14 Vorträge, u. a. zu den Themen Trockenstress bei Kiefern und Buchen in Abhängigkeit von der Bewirtschaftung oder der Bewertung der Unwetterpotenziale anhand von Blitz- und Radardaten sowie der Frage nach höherer Stabilität nicht bewirtschafteter Wälder.
Eine Exkursion in die Schorfheide und die Landeswaldoberförsterei Chorin beleuchtete konkret an Waldbeständen vor Ort die aktive und natürliche Regeneration von Waldflächen, welche durch Insektenfraß geschädigt wurden oder die Möglichkeiten zur Wiederbewaldung nach Sturmereignissen in Laubholzbeständen. Auch der Umgang mit den Risiken und Chancen einwandernder fremdländischer Baumarten, wie Spätblühende Traubenkirsche oder Robinie stand auf dem Programm wie auch die Ableitung idealer, nämlich stabiler, elastischer und ertragreicher Waldaufbauformen aus heutiger Sicht.
Die Tagungsbeiträge werden im Forstarchiv veröffentlicht.
J. Engel/LFE
LFE Fröhliche Gesichter zur Jubiläumstagung in Eberswalde: Die Sektion Waldbau des DFVA. Foto: J. Engel

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