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3. Waldgipfel in Niedersachsen

3. Waldgipfel in Niedersachsen

Niedersachsens Forstminister Gert Lindemann tauschte sich am 11. Oktober in Hannover mit Akteuren der Forst- und Holzwirtschaft aus. Nahezu alle 40 Verbände und Institutionen, die 2010 das Niedersächsische Positionspapier „Wälder in Niedersachsen“ unterzeichnet haben, sind der Einladung vom Ministerium zum 3. Niedersächsischen Waldgipfel gefolgt. Auf der Tagesordnung standen aktuelle Themen rund um Wald, Forst- und Holzwirtschaft. Die notwendige Anpassung des Waldes an die Folgen des Klimawandels, der Beitrag des Rohstoffs Holz zur Energiewende oder die verbesserte Ertragslage in den Forstbetrieben waren Diskussionspunkte des Treffens.
Mit besonderem Interesse wurde der vom Land beabsichtigte finanzielle Ausgleich für den Privatwald bei Bewirtschaftungsauflagen in Natura 2000-Gebieten aufgenommen. Das Landeskabinett hat am 9. Oktober den Verordnungsentwurf zur Anhörung freigegeben. „Mit dem erarbeiteten Konzept kann erstmals der Brückenschlag zwischen europäischen Naturschutzvorgaben einerseits und der Honorierung von Leistungen des Privatwaldes für das Gemeinwohl andererseits gelingen“, so Lindemann. Der Erschwernisausgleich greife zum Beispiel zukünftig für einen Waldbesitzer, der lebende Bäume dauerhaft für den natürlichen Zerfall dem Natur- und Artenschutz überlässt. Dieser Nutzungsverzicht zur Steigerung der Biotop- und Artenvielfalt in den Wäldern, werde zukünftig wirtschaftlich durch einen finanziellen Ausgleich kompensiert.

In Niedersachsen liegen insgesamt 165 700 ha Waldfläche (14 % der niedersächischen Waldfläche) in der Natura 2000 Schutzgebietskulisse. Davon entfallen 78 000 ha auf den Privatwald. Die aktuellen Broschüren zum Thema Wald: „Waldbericht 2012“ und „Wälder für Niedersachsen“ können auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums heruntergeladen werden.

Waldgipfel und Positionspapier „Wälder für Niedersachsen“ im Internet

MELVL

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