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2,5 Mio. Fm Schadholz in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg meldet flächigen Borkenkäferbefall mit einer hohen Ausgangspopulation. Immer häufiger sei auch der Befall von Kiefern- und Tannenbeständen zu beobachten.

Das Hauptschadensgebiet der Kiefer geht vom Oberrheingraben bis ins Rhein-Main-Gebiet einschließlich der angrenzenden Gebiete in Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Schäden an Fichte und Tanne sind im Südschwarzwald vom Hochrhein bis zum Bodensee, im Allgäu sowie im Nordosten des Landes am stärksten.

2,5 Mio. Fm Schadholz

Ende Mai 2020 lag die aufgearbeitete Schadholzmenge bei etwa 2,5 Mio. Fm. Vielerorts wird bereits kein Kalamitätsholz mehr aufgearbeitet, da es aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll ist und der Kampf gegen den Käfer endgültig verloren scheint. Wenn aufgearbeitet wird, geht es nicht ums Geld, sondern um den Erhalt des Waldes an sich.

Kaum Absatz

Rundholzmengen, deren Absatz nicht vertraglich geregelt ist, sind kaum noch zu vermarkten. Laufende Verträge werden von Sägewerken teils erheblich gekürzt, bei teils rückläufigen Übernahmepreisen. Die Forstbetriebe weisen teils bis Niedersachsen aus, meldet die Forstkammer.

Abwehrpreise

Für das Leitsortiment Fichtenstammholz gelte ein regelrechter Rahmen aus Abwehrpreisen und Preisen für Restlieferungen, der von 20 bis 65 €/Fm reicht. Zudem erschweren Pauschalpreise über alle Güte- und Stärkeklassen und teilweise sogar auch über verschiedene Holzarten hinweg den Marktüberblick.

Nahezu alle Betriebe am Rundholzmarkt melden eine schlechte Geschäftslage. Die Prognose deuten auf eine weitere Verschlechterung hin, da die Schadholzmengen wohl nicht abnehmen werden

HMI/FoKa/Red.

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