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Insgesamt sind die Veranstalter mit dem Ergebnis sowie dem überwiegend schneefreien Verlauf der Submission sehr zufrieden

25. Bopfinger Wertholzsubmission

Die Bopfinger Wertholzsubmission 2020 erreicht mit einem gegenüber dem Vorjahr um knapp 1.000 Fm reduzierten Angebot von 2.887 Fm mit einem Erlös von durchschnittlich 463 €/Fm verkaufter Masse den Höchstwert seit ihrem Bestehen. Auch für die Zukunft wollen die Veranstalter nicht mehr als 3.000 Fm auf einem Platz auflegen um auch weiterhin gute Qualität im Angebot zu haben.

Die Eiche war mit 2.109 Fm Hauptbaumart und konnte mit einem Durchschnittspreis von 547 €/Fm gegenüber dem Vorjahr (479 €/Fm) deutlich zulegen, bedingt auch durch die bessere Qualität und weniger Schneideholz auf dem Platz. Dürre Eichen bzw. mit totem Splint wurden nur gering oder gar nicht beboten. An die Furnierindustrie gingen rund 15 % des Angebots zum Durchschnittspreis von 730 €/Fm, während die Vertreter der Fassindustrie knapp 25 % des Angebots im Schnitt zu 668 €/Fm kauften. Über 40 % des Angebots erwarben Sägewerke und Plattenhersteller mit Endverarbeitung (Innenausbau, Decken Dielen, Fussböden) zum Preis von 443 €/Fm.
Die Esche mit 255 Fm Angebotsmenge konnte im Erlös, trotz Fehlens eines Stammkunden, von 192 €/Fm im Vorjahr auf 208 €/Fm im Jahr 2020 zulegen.

Sämtliches Nadelholz (412 Fm) wurde restlos am Termin verkauft, Lärche erlöste 269 €/Fm, über 40 €/Fm weniger als im Vorjahr, weil deutlich weniger Holz zu geringeren Preisen von der Furnierindustrie gekauft wurde.
Dafür konnte die Douglasie im Erlös fast um 30 €/Fm zulegen und erreichte gute 205 €/Fm.
Anders bei der Fichte, wo von den 15 Fm Angebotsmenge die Hälfte an die Furnierindustrie zu durchschnittlich 533 €/Fm verkauft wurde und dadurch den Durchschnittspreis von 195 €/Fm im Vorjahr auf 341 €/Fm im Jahr 2020 hochschnellen lies.
Etwas enttäuschend die Kiefer, die trotz guter Qualität nur 150 €/Fm gegenüber 195 €/Fm im Jahr 2019 erzielte (-14 %).

Insgesamt sind die Veranstalter mit dem Ergebnis sowie dem überwiegend schneefreien Verlauf der Submission sehr zufrieden
Bopfinger Wertholzsubmission 2020, Durschnittserlöse nach Baumarten, sortiert nach der angebotenen Menge. Quelle: Wolfgang Müller

Einzigartig seit Bestehen der Submission war auch eine sehr starke Eibe (4 m lang, 63 cm Mittendurchmesser) der FBG Franken-Süd mit einem Höchstgebot von 2.001 €/Fm. Dies war der zweithöchste Gebotspreis je Festmeter, der nur noch von einer Eiche der Blauwald GmbH mit 2.160 €/Fm übertroffen wurde. Auch zwei Bergahornstämme sind mit Geboten von 1.342 €/Fm und 1.167 €/Fm unter den 20 Höchstgeboten vertreten.
Die Braut der Submission ist 2020 eine Eiche der Fürst Oett. Spielberg´schen Forstverwaltung mit 5,2 Fm und 1.290 €/Fm (Gesamtwert 6.708 €).

Fazit

Insgesamt sind die Veranstalter mit dem Ergebnis sowie dem überwiegend schneefreien Verlauf der Submission sehr zufrieden und bedanken sich herzlichst bei den 73 Bietern für die über 10.700 abgegebenen Einzelgebote (im Durchschnitt 6,6 Gebote je Los). So wurden wieder 96,6 % des Angebots zugeschlagen.

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Wolfgang Müller/Red.

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