ABO
Nordhessische Eichen- und Buntlaubholzsubmission 2015 in Jesberg

Nordhessische Eichen- und Buntlaubholzsubmission 2015 in Jesberg

Bei der 21. Nordhessischen Eichen- und Buntlaubholzsubmission des Forstamtes Jesberg am 3. Februar wurde mit rund 1.552 Fm Qualitätsrundholz eine im Vergleich zum Vorjahr (1.497 Fm) leicht höhere Angebotsmenge präsentiert.
Dominierende Baumarten waren Eiche (ca. 60 %) und Esche (rund 24 %). Das übrige Buntlaubholzangebot setzte sich aus 13 weiteren Holzarten zusammen.
  
21 hessische Forstämter sowie 81 kommunale und private Betriebe lieferten ihre seltenen und hochwertigen Laubhölzer zu den Wertholzlagerplätzen „Pfefferhöhe“ und „Oberstes Holz“.

Insgesamt 39 Bieter (2014: 33) gaben bis zum Stichtag ihre Gebote ab, 38 davon erhielten einen Zuschlag. Einen Bieterschwerpunkt bildeten die Sägewerke und der Holzhandel (insgesamt 23 Bieter). Daneben waren die Furnier- und Fassdaubenhersteller mit insgesamt 13 Bietern gut vertreten. Von 954 Losen (2014: 935) erhielten 98,6 % der Angebotsmenge einen Zuschlag. Lediglich eine geringe Menge rund 22 Fm blieb ohne Gebot.

Hervorzuheben ist, dass der erreichte Durchschnittserlös von 427,- €/Fm über alle Holzarten nach dem Spitzenergebnis in 2013 den zweithöchsten Durchschnittserlös der beiden vergangenen Jahrzehnte markiert. Insgesamt erbrachte die Submission einen Gesamterlös von mehr als 650.000,- € (2014: 600.000,- €). Das Höchstgebot mit 2.179,- €/Fm erzielte erneut ein Bergahorn aus dem Forstamt Burghaun. Mehrere Eichen und Schwarznüsse erreichten ebenfalls Spitzenpreise von deutlich über 1.000,- €/Fm. Mit einem Gesamterlös von 4.312,- € war eine Eiche aus dem Forstamt Reinhardshagen der teuerste Stamm des Termins.

Eiche

Das etwa 940 Fm umfassende Eichenangebot wurde bis auf einen Stamm (0,95 Fm) vollständig beboten und verkauft. Wegen der durchweg guten Angebotsqualitäten wurde mit 524,- €/Fm nochmals ein deutlich höherer Durchschnittserlös im Vergleich zum Vorjahr (505,- €/Fm) erzielt. Bei gleichzeitig gesteigerter Angebotsmenge lässt sich aus dieser Preisentwicklung nach wie vor ein stabiler Markttrend für die Eiche ableiten. Die umsatzstärkste Bietergruppe bildeten die Sägewerker gefolgt von den Fassdauben- und Furnierherstellern.

Esche

Trotz ebenfalls leicht gesteigerter Angebotsmenge konnte der Durchschnittserlös bei der Esche mit 221,- €/Fm auf dem Vorjahresniveau (225,- €/Fm) gehalten werden. Vor allem von Seiten der Sägewerker und Holzhändler war eine verstärkte Nachfrage nach Eschenholz feststellbar.

Bergahorn, Kirsche

Das Angebot an Bergahorn- und Kirschenholz war aufgrund der unsicheren Marktsituation von vornherein begrenzt worden. Wegen der unterschiedlichen Angebotsqualitäten ergaben sich für beide Holzarten unterschiedliche Ergebnistendenzen. Für das gute Bergahornangebot konnte mit 375,- €/Fm ein höherer Durchschnittserlös im Vergleich zum Vorjahr (362,- €/Fm) erzielt werden. Allerdings blieben die Spitzenerlöse für Riegelahorne unter den Werten der Vorjahre. Das qualitativ eher durchwachsene Kirschenangebot fand demgegenüber weniger Bieterresonanz. Nur 80 % der Angebotsmenge wurden mit einem Durchschnittserlös von 291,- €/Fm verkauft (2014: 354,- €/Fm). Insbesondere machte sich hier das Fehlen echter Furnierhölzern bemerkbar.

Sonstige Baumarten

Bei den übrigen Buntlaubhölzern zeigen sich ebenfalls unterschiedliche Ergebnistrends. Von den rund 150 Fm Angebotsmengen wurden lediglich 9 Fm nicht beboten.
Bei der Roteiche konnte im Vergleich zu den Vorjahren bei gleichbleibender Qualität ein leicht verbessertes Ergebnis (2015: 227,- €/Fm; 2014: 219,- €/Fm) erreicht werden.
Auf besonderes Bieterinteresse stieß wiederum das Schwarznuss-Angebot. Mit 738,- €/Fm wurde hier das holzartenbezogen beste Einzelergebnis erzielt. Die Spitzengebote bei der Schwarznuss lagen wegen einer stärker schwankenden Angebotsqualität aber deutlich unterhalb der Ergebnislage in den Vorjahren.
Das sich überwiegend aus Zwangsanfällen rekrutierende Ulmen-Angebot schnitt mit 304,- €/Fm qualitätsbedingt etwas schlechter ab als im Vorjahr (339,- €/Fm). Wegen der zunehmenden Seltenheit erreichen bei dieser Holzart auch durchschnittliche Holzqualitäten sehr befriedigende Gebotspreise.
Bei Erle (196,- €/Fm) und Spitzahorn (181,- €/Fm) wurde der bereits langjährig andauernde schwache Nachfragetrend sowohl hinsichtlich der erreichten Durchschnittserlöse als auch der unverkauften Angebotsmenge wiederum bestätigt.
 
Die testweise mit angebotene Buchensäge- und -schälholzmenge (11 Fm) erzielte einen Durchschnittserlös von 137,- €/Fm (2014: 168,- €/Fm) und spiegelt preislich damit in etwa das aktuelle Marktniveau wieder.
HessenForst

Auch interessant

von