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Bayern: 20. Verleihung des Wald-Wild-Preises

Bayern: 20. Verleihung des Wald-Wild-Preises

Seit 20 Jahren wird der Wald-Wild-Preis von der Arbeitsgemeinschaft Wald und Wild im Landkreis Dingolfing-Landau vergeben. So trafen sich im Gasthaus Schachtner in Niederhöcking bei Landau am 10. Oktober 2015 zahlreiche Vertreter der beteiligten Verbänden sowie der Politik zur Preisverleihung und um das Jubiläum gebührend zu feiern.Wie jedes Jahr konnte auch der Staatsminister a.D. und MdL Erwin Huber als Schirmherr gewonnen werden. Als besondere Ehrengäste wurden der bayerische Forstminister Helmut Brunner sowie der Staatsminister a.D. Eberhard Sinner begrüßt. Auch die Spitzen der beteiligten Verbände, wie die Präsidenten des bayerischen Bauernverbandes Walter Heidl und des Waldbesitzerverbandes Josef Spann folgten der Einladung gerne. Die Sparkasse Niederbayern-Mitte als Träger und Sponsor des Preises wurde von Direktor Bernhard Mittermeier vertreten.Der Wald-Wild-Preis steht seit 20 Jahren für ein wegweisendes Projekt erfolgreicher Zusammenarbeit von Grundbesitzern, Jägern und Forstverwaltung. Prämiert werden Lebensraum verbessernde Maßnahmen in der Feldflur, sowie Waldbestände mit artenreicher und zukunftsfähiger Verjüngung.In seiner Rede betonte Minister Brunner die Bedeutung der Begründung von stabilen Mischwäldern hinsichtlich des bevorstehenden Klimawandels. Er zeigte dabei die herausragende Rolle der Jäger auf, ohne die ein solcher Waldumbau in dem Fichten dominierten Landkreis nicht gelingen kann. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement und beendete seine Rede mit einem Satz von John F. Kennedy: „Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht können. Wenn wir uneins sind, gibt es wenig, was wir können.“Forstdirekter Dr. Joachim Hamberger vom Amt in Landau ging in seinen Ausführungen auf die Entstehung und Entwicklung des Wald-Wild-Preises ein. Er berichtete von dessen Anfängen als verbindendes Projekt zwischen Forstverwaltung, Grundbesitz und Jägerschaft. Auch erinnerte er an die Gründerväter des Preises – den damaligen Forstamtsleiter Forstdirektor Reinhard Strobel, Albert Menacher von den Jagdgenossenschaften sowie den früheren BBV-Kreisobmann Walter Heidl.Bei der Verleihung 2015 traten einige Neuerungen in Kraft. So wurden zum ersten Mal jeweils drei Preisträger in den Kategorien Wald und Feld geehrt. Sieger im Bereich des Waldes wurde Jäger Herbert Raßhofer, der die Eigenjagd Graf Toerring-Jettenbach bewirtschaftet. Der 1. Preis der Feldflur-Kategorie konnte vom Vorstand der Jagdgenossenschaft Rampoldstetten I Nord Karl Vilsmeier und Jäger Hans Forster entgegen genommen werden.Zum Jubiläum gab es auch eine besondere Auszeichnung: die „Gläserne Tanne“. Minister Brunner lobte in seiner Rede die Wahl, da die Tanne Leitbaumart der Zukunft sei. Wie kaum eine andere Art könne sie Wassermangel und Stürme ertragen und so klimastabile Wälder schaffen. Besonders erfreut war er, dass diese Tanne eine „echte Bayerwäldlerin“ aus der Glasmanufaktur in Arnbruck sei und so als Symbol für die Heimat stehe. Die Auszeichnung repräsentiere daher hervorragend die Ziele des Wald-Wild-Preises die Schönheit und Dauerhaftigkeit der Natur zu sichern, allen voran die Naturverjüngung in den Wäldern. Zugleich aber symbolisiert sie auch die Anfälligkeit und die Gefährdung denen kleine Tannen im Wald ausgesetzt sind, da diese den Rehen leider besonders gut schmecken.Als Preise wurden 2015 zum ersten Mal wertvolle Sachpreise verliehen. So gab es für die Sieger des Bereiches Feld und Flur hochstämmiges Wildobst, die Preisträger Wald erhielten Drückjagdstände. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Landau.

Dr. Joachim Hamberger, Bereichsleiter Forsten Landau/Isar

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