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20. Oberland-Wertholzsubmission abgeschlossen

Unter der Federführung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen fand mit Unterstützung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen am 1. Februar bereits zum 20. Mal die Oberland-Wertholzsubmission (OLWS) statt. Sie ist jedes Jahr auf den ersten Februardonnerstag terminiert.

Sechs Forstzusammenschlüsse aus Oberbayern und Tirol, vier staatliche Forstbetriebe, die städtische Forstverwaltung München, das Forstinspektorat Bozen sowie die Erzbischöfliche Finanzkammer München lieferten diesmal 594 Fm (Vorjahr: 684 Fm) Laub- und Nadelholz nach St. Heinrich am Starnberger See. „Das ist in etwa die Menge, welche wir unseren Kunden nachhaltig einmal jährlich anbieten können“, so der Geschäftsführer der WBV Holzkirchen, Gerhard Penninger.

Ergebnisse der Oberland-Wertholzsubmission 2018

Der teuerste Stamm ist diesmal eine Eiche aus dem Gebiet der WBV Ebersberg: Für den Stamm mit einem Volumen von 4,25 Fm zahlte ein Furnierwerk insgesamt 2.792 €. Die „Braut“ (höchstes Gebot/Fm) kommt 2018 aus Tirol: Der Bergahorn mit 1,14 Fm erzielte 1.550 €/fm (Vorjahr: 3.680 €/fm) und damit 1.814 € für den Stamm. 38 (Vorjahr: 42) Bieter aus dem gesamten Bundesgebiet, dem benachbarten Österreich und sogar Frankreich beteiligten sich an der Ausschreibung. 32 Bieter erhielten diesmal einen Zuschlag.

Fast auf den Euro genau in gleicher Höhe blieben die Durchschnittspreise bei den mengenmäßig wichtigsten Baumarten Eiche mit 391,- €/Fm und Ahorn mit 396,- €/Fm, sowie bei der Fichte mit 181,- €/Fm. Gegenüber dem bereits guten Vorjahresergebnis stiegen die Preise bei den Baumarten Tanne auf 226,- €/Fm (Vorjahr: 170,- €), Lärche auf 274,- €/Fm (Vorjahr: 257,- €), Walnuss auf 389,- €/Fm (Vorjahr: 249,- €), Kirsche auf 337,- €/fm (Vorjahr: 260,- €) und Ulme auf 438,- €/Fm (Vorjahr: 389,- €) nochmals an.

Rückgänge mussten bei der Kiefer auf 125,- €/Fm (Vorjahr: 180,- €) hingenommen werden. Die in geringer Menge und schwacher Dimension angebotenen Exoten wie Mammutbaum, Thuja und Scheinzypresse fanden keinen Käufer. Dafür wurde die erstmals angebotene Edelkastanie – Baum des Jahres 2018 – vollständig zu guten Preisen verkauft.

Fazit

Die WBV Holzkirchen selbst stellte mit 150 Fm wieder den größten Teil des Submissionsangebots. „Es ist sehr erfreulich, dass es unserer Mannschaft wieder gelungen ist, die Waldbesitzer zu motivieren, wertvolles Holz auf die Submission zu liefern“, sagte Michael Lechner, der erste Vorsitzende der WBV Holzkirchen. Forstdirektor Christian Webert vom AELF Holzkirchen betonte: „Vor 20 Jahren war es eine mutige und vor allem sehr vorausschauende Pionierleistung, die Oberland-Wertholzsubmission gemeinsam für alle Waldbesitzarten ins Leben zu rufen. Die Wertholzsubmission leistet nicht nur beste Öffentlichkeitsarbeit für den Anbau von Laubholz und Investitionen in die Waldpflege, sondern trägt auch zu einer höheren Wertschöpfung vor Ort bei.“

 

Die Ergebnisse der 20. Oberland-Wertholzsubmission im Überblick (in Euro/Fm):

Die Ergebnisse der 20. Oberland – Wertholzsubmission im Überblick (in Euro/Fm)

WBV Holzkirchen

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