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20 neue UNESCO-Biosphärenreservate

Der Internationale Koordinationsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) endete am 19. März im peruanischen Lima mit der Anerkennung von 20 neuen Biosphärenreservaten auf allen Kontinenten.

Damit sind nun insgesamt 669 UNESCO-Biosphärenreservate in 120 Ländern Modellregionen für die Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda. Ebenso wurde der „Lima-Aktionsplan für das UNESCO-Programm und sein Weltnetz der Biosphärenreservate“ verabschiedet, der für die nächsten zehn Jahre nahezu 60 konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Weltnetzes und der einzelnen Biosphärenreservate umfasst.
Modellregionen der nachhaltigen Entwicklung
Zu den neuen Biosphärenreservaten zählen die britische „Isle of Man“, die marokkanische Heimat der Atlas-Zeder, der Bosomtwe-See in Ghana, der aufgrund eines Meteoriten-Einschlags entstand, und die mexikanische Insel Cozumel. Biosphärenreservate sind Modellregionen der nachhaltigen Entwicklung. Sie sind repräsentativ für wertvolle Ökosysteme, bewahren die biologische Vielfalt, und fördern eine schonende Bewirtschaftung durch den Menschen und damit eine nachhaltige Entwicklung.
Forschung und Bildung für nachhaltige Entwicklung stehen ebenso im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Der Internationale Koordinationsrat des MAB-Programms hat in Lima auch über 140 Evaluierungen von Biosphärenreservaten diskutiert. In diesem Zuge sind auch zwei Biosphärenreservate aus dem Weltnetz ausgeschieden, weil sie die Anforderungen nicht mehr erfüllen.
Weltkongress der UNESCO-Biosphärenreservate 
Dem Internationalen Koordinierungsrat voran gegangen ist der vierte Weltkongress der UNESCO-Biosphärenreservate vom 14. bis 17. März. Deutschland hat die Erfahrungen aus der Arbeit in seinen 15 UNESCO-Biosphärenreservaten in den Kongress eingebracht.
Mehr als zwanzig deutsche Wissenschaftler und Manager von Biosphärenreservaten haben ihre Aktivitäten beim Weltkongress vorgestellt. Initiativen aus Deutschland waren zudem ein Positionspapier des MAB-Nationalkomitees zur Mitwirkung deutscher Biosphärenreservate im Weltnetz, welches zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission erarbeitet worden war. Außerdem schlug Deutschland mehr globale Kooperation im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung vor.
BfN, Deutsche UNESCO-Kommission

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