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2. KWF-Thementage 2013 in Vorbereitung

2. KWF-Thementage 2013 in Vorbereitung

„Umweltgerechte Bewirtschaftung nasser Waldstandorte“ lautet das Fokusthema der 2. KWF-Thementage, die am 1. und 2. Oktober 2013 im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) stattfinden werden. Am 8. Januar trafen sich 50 Experten aus dem ganzen Bundesgebiet in Kassel, um die fachlich-inhaltliche Basis der Thementage zu erarbeiteten. In vier Arbeitskreisen Waldbau, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit/Arbeitsverfahren und Arbeitssicherheit wurden vertiefende Diskussionen geführt. Die Geschäftsführende Direktorin des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), Dr. Ute Seeling, erläuterte zu Beginn der Veranstaltung das Format der KWF-Thementage. Sie umfassen sowohl Exkursionspunkte (an denen exemplarisch Arbeitsverfahren für nasse Waldstandorte demonstriert werden), als auch Diskussionsveranstaltungen, Infostände, Lehrpfade und Firmenpräsentationen. Mit dieser Mischung aus Theorie und Praxis werden die vier Themenbereiche (Waldbau, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit/Arbeitsverfahren und Arbeitssicherheit) den Fachbesuchern nahegebracht.

Die Wahl des Fokus-Themas begründete Seeling damit, dass „durch die deutlich gestiegene Holznachfrage die Holzernte auf nassen Waldstandorten von zunehmendem Interesse für die Forstwirtschaft in ganz Europa ist“. Neben den technischen Fragestellungen seien es vielfach auch besondere Aspekte der Arbeitssicherheit (z.B. in den vom „Eschentriebsterben“ betroffenen Beständen) und des Naturschutzes, die eine differenzierte Betrachtung erforderlich machen, so Seeling weiter.

Diskussion in den Arbeitskreisen

Im Arbeitskreis „Waldbau“ ging es um den waldbaulichen Umgang mit dem Eschentriebsterben und um die nachhaltige Nutzung von Moorwäldern. Das Eschentriebsterben betrifft in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen Eschen aller Altersklassen. Die Erkrankung der Esche ist darüber hinaus bereits in allen Bundesländern angekommen. So stellt sich nicht mehr nur für Nordostdeutschland die Frage nach geeigneten waldbaulichen Strategien im Umgang mit erkrankten Eschenrein- und -mischbeständen. Eine nachhaltige Forstwirtschaft auf eutrophen Mooren, insbesondere in Erlenbruchwäldern, erscheint recht aussichtsreich. Die waldbaulichen Besonderheiten und Naturschutzrestriktionen werden für die KWF-Thementage fachlich aufbereitet.

Eine Gruppe aus Vertretern von Forstbetrieben verschiedener Waldeigentumsarten und Naturschutzvertretern behandelte im Arbeitskreis „Naturschutz“ die Bedeutung nasser Waldstandorte für den Naturschutz und Lösungsmöglichkeiten für eine Verbindung von Nutzungs- mit Schutzzielen.
 
Der Arbeitskreis „Ökonomie/Arbeitsverfahren“setzte sich aus Teilnehmern der Bereiche Wissenschaft, Maschinenhersteller und Forstpraxis zusammen. Hier wurden betriebswirtschaftliche Aspekte bei der umweltgerechten Bewirtschaftung nasser Waldstandorte diskutiert und die wichtigsten Kriterien zum betriebswirtschaftlichen Bewerten von Arbeitsverfahren erarbeitet. Neben exemplarischen Arbeitsverfahren, die im Rahmen der Exkursion neutral präsentiert werden, soll einzelnen Herstellern oder Unternehmern die Möglichkeit geboten werden, Einzelmaschinen und -verfahren selbst vorzustellen.
 
Der Arbeitskreis „Arbeitssicherheit“ erörterte die Problematik des Totholzes sowie die Folgen des Eschentriebsterbens für die Sicherheit bei der Waldarbeit. Für die Mitarbeiter ergeben sich daraus zusätzliche Risiken bei der Arbeit in totholzreichen Beständen.
 
 
Die Ergebnisse aus allen vier Arbeitskreisen werden sich in allen Bereichen der KWF-Thementage wiederfinden. Zusätzlich soll es zu jedem Arbeitsbereich einen Informationsstand geben, an dem die Ergebnisse dargestellt werden und ein fachlicher Austausch mit Experten stattfinden kann.
 
 

KWF
Im Rahmen der 2. KWF-Thementage werden im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) auch betriebswirtschaftliche Aspekte bei der umweltgerechten Bewirtschaftung nasser Waldstandorte diskutiert. Exemplarische Arbeitsverfahren sollen neutral präsentiert werden. Im Bild zu sehen ist der bodenschonende Forwarder Terri im Einsatz. Im Rahmen der 2. KWF-Thementage werden im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) auch betriebswirtschaftliche Aspekte bei der umweltgerechten Bewirtschaftung nasser Waldstandorte diskutiert. Exemplarische Arbeitsverfahren sollen neutral präsentiert werden. Im Bild zu sehen ist eine Seilkrananlage zur bodenschonenden Holzernte auf nassen Waldstandorten. Am 1. und 2. Oktober finden im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) die 2. KWF-Thementage statt.

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