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Der Stamm mit dem höchsten Gebot auf der 18. Oberland Wertholzsubmission: 5 m lang

18. Oberland Wertholzsubmission erfolgreich abgeschlossen

Unter der Federführung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen fand mit Unterstützung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen am 4. Februar bereits zum 18. Mal die Oberland-Wertholzsubmission am Starnberger See statt.

Sechs forstliche Zusammenschlüsse aus Oberbayern und Tirol, der Kommunalwald der Stadt München sowie die staatlichen Forstbetriebe Bad Tölz und München lieferten diesmal 451 Fm (im Vorjahr 223 Fm) wertvolles Laub- und Nadelholz nach St. Heinrich am Starnberger See. Die WBV holzkirchen lieferte allein 243 Fm.
Die Liefermenge konnte damit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt werden. Das hatte auch eine signifikante Erweiterung des Bieterkreises zur Folge: 40 gegenüber 24 im Vorjahr. 34 (22) Bieter erhielten einen Zuschlag.
Die Braut wurde diesmal vom MR Forstservice Tirol aus dem unteren Inntal geliefert. Der Riegelahorn erzielte 3.333 €/Fm (Vorjahr: 2.290 €/Fm), Käufer ist das Furnierwerk Wehmeyer aus Havixbeck. Der teuerste Stamm der Submission – ebenfalls ein Riegelahorn – stammt aus dem Gebiet der WBV Holzkirchen (Miesbach): bei einem Gebot von 2.599 €/Fm kommt der Stamm mit einem Volumen von 1,45 Fm auf einen Erlös von 3.769 €. Er geht an die Firma Fritz Kohl in Karlstadt.
Die Durchschnittspreise konnten bei folgenden Holzarten zum Teil erheblich gesteigert werden: Fichte auf 205 €/Fm (Vorjahr: 177 €/Fm), Esche auf 216 €/fm (157 €/Fm) und Bergahorn auf 449 €/Fm (436 €/Fm). Der Preisrückgang bei Eiche ist auf die geringere Qualität des Angebots zurückzuführen. Die Ergebnisse der übrigen Holzarten resultieren aus angebotener Qualität und Dimension.
Das gilt auch für das niedrige Verkaufsprozent beim Bergahorn. Hier wurden auch grenzwertige Qualitäten geliefert bzw. Qualitäten nicht mehr beboten, welche in den letzten Jahren einen sicheren Absatz gefunden hätten. Das bestätigt den allgemeinen Trend, dass die Nachfrage nach dem hellen Holz des Ahorn zurückgeht.
Die niedrigen Verkaufserlöse bei Douglasie sind darauf zurück zu führen, dass die Holzart in der Region noch zu wenig Nachfrager hat. Wird sie die kommenden Jahre kontinuierlich angeboten, werden sich auch die Abnehmer mehren und die Preise entsprechend steigen.
Einig ist sich Geschäftsführer Penninger mit Forstdirektor Wolfgang Neuerburg vom AELF Holzkirchen, dass die Menge des angebotenen Holzes dauerhaft auf dem diesjährigen Niveau gehalten werden soll und kann. Dazu ist es aber notwendig, weitere Forstbetriebe mit ins Boot zu holen, um die Schwankungen des Angebots aus dem Kleinprivatwald abzupuffern. „Das Holz ist ohne Zweifel in ausreichender Menge und Qualität nachhaltig vorhanden“, so Forstmann Neuerburg. Die Oberland-Wertholzsubmission ist seit nunmehr 18 Jahren die beste Werbung für den Anbau und die Pflege der heimischen Laubholzarten, denen nicht zuletzt auch unter dem Aspekt des Klimawandels eine immer größere Bedeutung zukommen wird.
Waldbesitzervereinigung Holzkirchen
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