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17. Säge- und Wertholzsubmission von Sachsenforst

17. Säge- und Wertholzsubmission von Sachsenforst

Auf der Säge- und Wertholzsubmission von Sachsenforst in der Dresdner Heide am 20. Januar haben Baumstämme im Wert von über 395.000 € den Besitzer gewechselt. Schon zum 17. Mal wurde hier Holz von privaten, körperschaftlichen und kirchlichen Waldbesitzern sowie aus dem Staatswald den Holzkunden zum Kauf angeboten. Massenware sieht man keine – dafür finden Sägewerke, Handwerker, Möbel-, Musikinstrumenten- oder Furnierhersteller hochwertige und seltene Rohstoffe für ihre Produkte.
Mit einem Stückerlös von etwa 3.800 € (1.017 €/Fm) ist eine Stieleiche aus dem Privatwald im Territorium des Forstbezirkes Oberlausitz der wertvollste Einzelstamm.
„Unsere Submission ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden. Zahlreiche sächsische Waldbesitzer nutzen die Möglichkeit, auf diese Weise auch kleinere Mengen hochwertigen Holzes zu vermarkten und die Käufer honorieren die ausgezeichnete Holzqualität mit soliden Preisen“, freut sich Verkaufsleiter Hendrik Scholz. Zudem bietet die Submission oftmals die einzige Möglichkeit für Waldbesitzer mit kleinerem Waldbesitz, die „Sahnestücke“ aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu akzeptablen Preisen verkaufen zu können.
Angebot …
780 Einzelstämme wurden seit Dezember auf dem anderthalb Kilometer langen Platz aufgereiht und nach Baumarten sortiert. „Es ist schön zu sehen, dass insbesondere Privatwaldbesitzer unsere Submission zum Holzverkauf nutzen“, so Scholz weiter.
1.148 Fm Holz wurden angeboten, davon stammten beachtliche 489 Fm von 67 sächsischen Privatwaldbesitzern. 187 Fm wurden durch die Kommunen geliefert, 65 Fm stammen aus dem Kirchenwald. Größter Einzellieferant insbesondere von hochwertigem Nadelholz ist der sächsische Staatswald mit 407 Fm. 21 unterschiedliche Baumarten wurden in diesem Jahr zum Verkauf angeboten.
Wie bereits in den Vorjahren machten Stiel- und Traubeneichen mit einem Anteil von insgesamt 42 % das Gros der Verkaufsmenge aus. Einen wesentlichen Anteil hatte auch hochwertiges Nadelholz, zum Beispiel von Fichte, Kiefer, Lärche oder Douglasie.
Beliebte Schmankerl waren Raritäten wie Berg- oder Flatterulme, aber auch eine Schwarznuss sowie eine Walnuss standen zum Verkauf.
…. und Nachfrage
 
Seit Ende Dezember hatten 32 interessierte Käufer ihre Gebote eingereicht, 28 davon erhielten heute den Zuschlag für einen oder mehrere Stämme. Neben deutschen Furnier- und Sägewerken sowie Handwerksbetrieben beteiligten sich erfreulicherweise auch Käufer aus Polen, Österreich und Estland.
 
Ergebnisse …
Der diesjährige Durchschnittspreis liegt über alle Baumarten bei etwa 344 €/Fm und damit 50 € über dem Wert des Vorjahres.
In diesem Jahr ist die Eiche von den Hauptbaumarten die wertvollste Baumart mit einem Durchschnittspreis von 516 €/Fm. Die Esche hat im Durchschnitt für knapp 285 €/Fm den Besitzer gewechselt. Als Rarität stand auch eine Schwarznuss aus einem Privatwald im Bereich des Forstbezirkes Leipzig zum Verkauf. Für hervorragende 1.008 €/Fm konnte sie verkauft werden.
Auch Nadelholz und hier insbesondere die Lärche konnte zu hohen Durchschnittspreisen (226,70 €/Fm) den Besitzer wechseln.
… und Fazit
Erfreulich ist, dass jeder Stamm in diesem Jahr einen Käufer gefunden hat. Damit ist klar: Die Wertholzsubmission von Sachsenforst hat sich bei Waldbesitzern und Käufern etabliert. Für Holz mit guter Qualität aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung werden weiterhin hohe Preise gezahlt.
Staatsbetrieb Sachsenforst

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