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1,6 Mio. Fm Sturmholz durch „Sabine“ im Südwesten

Am 9. und 10. Februar zog Orkan „Sabine“ über Deutschland. Jetzt hat der baden-württembergische Forstminister Peter Hauk eine erste Sturmholzmenge für den Südwesten Deutschlands bekanntgegeben.

Demnach beläuft sich die Schadholzmenge in Baden-Württemberg über alle Waldbesitzarten nach einer ersten groben Schätzung auf rund 1,6 Mio. Fm. Damit dürfte die Erstschätzung des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) in Höhe von 1 bis 2 Mio. Fm für Gesamtdeutschland weit übertroffen werden.

Besonders betroffen sind der mittlere und der südliche Schwarzwald, die Region Schwäbisch Hall / Hohenlohe sowie Oberschwaben. Von den 1,6 Mio. Fm Schadholz seien rund 500.000 bis 700.000 Fm im landeseigenen Wald der ForstBW angefallen. Die übrige Menge entfalle auf kommunale und private Wälder.

Neue Borkenkäfersaison droht

Für die Waldbesitzer gelte es jetzt vor allem bei der Fichte die Schadhölzer mit Blick auf die im Frühjahr anstehende Borkenkäfersaison möglichst rasch aus den Wäldern zu bringen. Das stelle Waldbesitzer, Forstunternehmer aber auch Holzspediteure und Sägewerke vor große Herausforderungen.

Der neuerliche Schadholzanfall trifft auf vom Käferholz des Vorjahres verstopfte Märkte. Die jetzt frisch geworfenen Hölzer dürften jedoch anders als das Käferholz auf eine rege Nachfrage treffen. Vor Beginn der Aufarbeitung sollten sich vor allem Kleinprivatwaldbesitzer Gedanken über den Abfluss der Hölzer aus dem Wald machen und Verkaufs- und Transportmöglichkeiten abklären, rät Hauk.

Land unterstützt Waldbesitzer

Das Land Baden-Württemberg unterstütze die Waldbesitzer bei der Bewältigung der Schäden und der Wiederbewaldung der Flächen durch Beratung und mit finanziellen Hilfen. Auch den Bund sieht Hauk in der Pflicht, die Waldbesitzer nach „Sabine“ zu unterstützen.

Red./MLR BW

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