Forstpolitik

Neue Förderrichtlinie: 15 Millionen Euro für private und kommunale Forstbetriebe

Bearbeitet von Jörg Fischer

Kommunale und private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erhalten mit einer neuen Förderrichtlinie erstmals öffentliche Zuschüsse zur Abgeltung von Klimaschutzleistungen. Die vom Haushaltsgesetzgeber gewährte Förderung in Höhe von 15 Mio. € wird als Flächenprämie zur Erhaltung der Ökosystemleistungen an die Forstbetriebe ausgereicht.

„Thüringen geht als erstes und bisher einziges Bundesland den Weg, Ökosystemleistungen von Wäldern monetär abzugelten. Die neue Förderrichtlinie ergänzt die bisherigen projektbezogenen Fördermaßnahmen und entlastet die durch hohe Sanierungs- und Wiederaufforstungsaufwendungen belasteten Forstbetriebe“, so Thüringens Forstminister Prof. Dr. Benjamin Immanuel Hoff.

Flächenprämie für ein einfaches, unbürokratisches Förderverfahren

Die Flächenprämie ermöglicht ein möglichst einfaches, unbürokratisches Förderverfahren und bietet die Gewähr, dass die derzeit nur für 2021 zur Verfügung stehenden Mittel rechtzeitig ausgezahlt werden können.

Die Förderung soll privaten und kommunalen Forstbetrieben einen einmaligen Zuschuss für die CO2-Bindung von Waldbeständen gewähren. Honoriert werden insbesondere Waldbestände mit einem hohen Laubbaumanteil, die durch eine höhere Klimaresilienz die Klimaschutzfunktion langfristig besser erfüllen können. Alle aktiv wirtschaftenden privaten und kommunalen Forstbetriebe, deren in Thüringen liegende Waldflächen bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau (SVLFG) gemeldet sind, können einen Antrag stellen.

Das Inkrafttreten der Förderrichtlinie ist für Ende Mai geplant. Den Waldbesitzenden steht damit ein viermonatiges Zeitfenster von Juni bis September 2021 für die Beantragung zur Verfügung. Die Antragsformulare werden auf der Internetseite der Landesforstanstalt zum Abruf eingestellt und sind auch bei der Bewilligungsbehörde oder den örtlich zuständigen Forstämtern erhältlich.

Quelle: TMIL