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15 000 Euro für Biomasseheizwerk Ergolding

Für den Bau eines Biomasseheizwerks hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner dem Landkreis Landshut am 13. Januar eine Förderung von 15 000 Euro zugesagt. Die rund 250 000 Euro teure Anlage wird die Realschule in Ergolding mit umweltfreundlicher Wärme versorgen. Im Biomassekessel mit 135 Kilowatt Nennwärmeleistung werden pro Jahr etwa 90 Tonnen naturbelassenes Wald- und Restholz aus der Region verfeuert. Der Minister bezeichnete die Investition als „hervorragendes Beispiel für eine umwelt- und ressourcenschonende Energieversorgung“. Durch den Betrieb der Anlage können jährlich rund 36 000 Kubikmeter Erdgas und damit etwa 108 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Beim Verbrennen von Holz wird nämlich nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Aufwuchs vorher der Atmosphäre entzogen hat. Laut Brunner bietet die Nutzung von Biomasse der regionalen Land- und Forstwirtschaft zudem eine zusätzliche Einkommensquelle. Der Freistaat setze daher weiter auf Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen.
Biomasse ist der wichtigste erneuerbare Energieträger in Bayern: Ihr Anteil am gesamten Primärenergieverbrauch beträgt rund sieben Prozent. Der Rohstoff Holz spielt dabei die größte Rolle: Fast die Hälfte des Biomasse-Einsatzes für Energiezwecke wird aus Holz bereit gestellt, gefolgt von Biokraftstoffen, Biogas und Biomasse in Abfällen. Von den rund vier Millionen Tonnen Holz, die im Freistaat jährlich für die Energiegewinnung eingesetzt werden, ist die eine Hälfte Restholz, das sonst ungenutzt im Wald verrotten und dabei ebenso Kohlendioxid freisetzen würde, die andere Hälfte sind Reste der Holzindustrie sowie Altholz. Durch die Nutzung von Bioenergie werden bayernweit jährlich etwa sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart.
StMELF

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