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In den Bayerischen Staatsforsten wurden in der laufenden Jagdsaison 2017/2018 bereits 13 100 Wildschweine erlegt.

Erhöhte Schwarzwildstrecke im Staatswald Bayern

Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), teilte am 11. März 2018 in München mit, dass in den bayerischen Staatswäldern bereits über 13.100 Wildschweine erlegt wurden. Dies seien in der noch bis Ende März laufenden Jagdsaison 2017/2018 mehr als je zuvor.

In der gesamten vergangenen Jagdsaison waren es insg. 9.600 Tiere. Für Brunner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten (BaySF)  ist, leistet das Unternehmen damit einen wichtigen Beitrag zur Seuchenprävention. „Wir müssen alles tun, um die Afrikanische Schweinepest von Bayern fernzuhalten“, so der Minister. Weil die Wildschweine das Virus übertragen können, sei eine spürbare Reduktion der überhöhten Schwarzwildbestände ein unverzichtbarer Baustein einer effizienten Vorsorgestrategie.

Die Rekordstrecke in den bayerischen Staatswäldern ist laut Brunner eine beachtliche Gemeinschaftsleistung von Beschäftigten der landesweit 40 Forstbetriebe und mehr als 8.000 privaten Jagdgästen. Das Unternehmen hatte dafür unter anderem mehr großflächige, revierübergreifende Bewegungsjagden durchgeführt. Die Tiere wurden ganzjährig und ohne Winterpause bejagt und zusätzliche Abschussanreize für Jagdgäste geschaffen – etwa die kostenlose Abgabe von Wildschweinen bis 20 kg Gewicht. Weil aber die von den Staatsforsten bejagten Reviere nur 11 % der Jagdfläche im Freistaat ausmachen, appellierte der Minister an die Jägerinnen und Jäger, auch in den übrigen Jagdrevieren alle zulässigen Möglichkeiten für eine noch effizientere Bejagung und Bestandsregulierung zu nutzen.

Im Jahr 2015 hatte das StMELF ein Maßnahmenpaket zur Reduktion von Schwarzwild erstellt. Darin enthalten sind eine verstärkte revierübergreifende Zusammenarbeit bei Bewegungsjagden und bei der Koordination von Kirrungen (Anlockfütterungen), die Verwendung von Nachtsichttechnik, den Einsatz von Saufängen, Gebührenerleichterungen oder die Anlage von Bejagungsschneisen. Seit dem vergangenen Dezember gibt es zudem eine Abschussvergütung von 20 Euro pro Tier. Im Jagdjahr 2016/2017 hatten Bayerns Jägerinnen und Jäger insgesamt rund 62.000 Wildschweine erlegt.

 

StMELF

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