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10 Jahre Naturschutzstiftung Schorfheide-Chorin

10 Jahre Naturschutzstiftung Schorfheide-Chorin

Vor 10 Jahren wurde die Naturschutzstiftung Schorfheide-Chorin gegründet. Aus diesem Anlass veranstaltete die Stiftung am 16. September 2011 in Wolletz (Landkreis Uckermark) eine Fachtagung, auf der Bilanz gezogen wurde.
Nach dem Grußwort von Landrat Dietmar Schulze stellten Prof. Dr. Gerhard Hofmann und Dr. Martin Jenssen (Waldkunde-Institut Eberswalde) die „Theorie und Praxis des klimaplastischen Waldes“ in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Auf der anschließenden Exkursion in das Stiftungsgebiet wurden praktische Beispiele der Begründung standortsgerechter klimaplastischer Laubmischwälder vorgestellt und diskutiert.

Laut Beschluss der Länder zur Übertragung von Waldflächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) auf Institutionen des Naturschutzes haben drei regionale Naturschutzvereine und das Unternehmer-Ehepaar Dr. Hugo Fiege und Lisa Fiege zum Jahreswechsel 2000/2001 die Naturschutzstiftung Schorfheide-Chorin gegründet. Das Land Brandenburg übertrug 675 ha Wald und das Ehepaar Fiege stattete die Stiftung mit einem Grundkapital von 365000 € aus. Für die Erhaltung und Entwicklung der Ausläufer des norddeutschen Buchenwaldes wurden etwa 300 ha rund um den Redernswalder See zum Naturentwicklungsgebiet erklärt.

In den vergangenen 10 Jahren hat die Stiftung Schorfheide-Chorin zukunftsweisende Projekte realisieren können und dabei bewiesen, dass Ökologie und Ökonomie sich nicht ausschließen müssen. Als Praxispartner für interdisziplinäre Waldforschungsprojekte hat sie beispielhaft begonnen, wissenschaftliche Erkenntnisse in die forstliche Praxis umzusetzen. So begann sie im Jahr 2006 im Südteil des Redernswalder Forstes mit dem Umbau von Kiefernforsten in zukunftsfähige, klimaplastische Mischwälder, die aufgrund ihrer Vielfalt an heimischen Baumarten den Herausforderungen des sich abzeichnenden Klimawandels gerecht werden sollen. Auf der Fachtagung wurden die auf 16 ha begründeten Waldmosaike aus 12 Baumarten, darunter Linden, Hainbuchen, Ahorne, Ulmen, Vogelkirschen, Elsbeeren, Wildäpfel und Wildbirnen vorgestellt.

Bei ihren Projekten ist die Stiftung ohne staatliche Subventionen zurechtgekommen, sie hat sich ausschließlich aus ihren wirtschaftlichen Erträgen und aus privaten Spenden finanziert.

 

Zur Stiftung Schorfheide-Chorin

 
Stephan Loboda/Naturschutzstiftung Schorfheide-Chorin

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