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Ministerbesuch im Nationalpark Eifel

Ministerbesuch im Nationalpark Eifel

Umweltminister Johannes Remmel und Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, haben am 13. Dezember gemeinsam das Nationalpark-Tor in Nideggen besucht. Auf dem Programm stand neben Gesprächen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Belegenheitskommunen des Nationalparks, dem Förderverein Nationalpark Eifel und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW auch eine Besichtigung der Ausstellung „Schatzkammer Natur“ im Nationalpark-Tor. Mit Blick auf das bevorstehende 10-jährige Jubiläum des Nationalparks im kommenden Jahr zog Remmel ein positives Fazit: „Die ersten 10 Jahre Nationalpark Eifel sind ein verdienter Grund zum Feiern. Es wurde viel erreicht. Auch die weitere Entwicklung des Nationalparks soll in enger Zusammenarbeit mit der Region erfolgen, das ist ein wichtiger und bewährter Erfolgsgarant.“Gegründet wurde der erste und bislang einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen Anfang 2004. Zur feierlichen Eröffnung hatte der Förderverein Nationalpark Eifel in der Region rund 100 Kilometer Geschenkband gesammelt und damit gemeinsam mit dem Eifelverein den Nationalpark umspannt. „Das damalige Signal war richtig. Der Nationalpark Eifel ist ein Geschenk für Natur und Mensch“, betonte MdB Oliver Krischer, Vorsitzender des Nationalpark-Fördervereins: „Ein regelmäßiger Austausch wie heute ist wichtig, um die erfolgreiche Entwicklung auch in die Zukunft fortzuführen.“ Besprochen wurden unter anderem die Planungen für eine Fachtagung im kommenden Jahr zum Thema Waldentwicklung sowie das Umweltbildungsprogramm des Nationalparks, das sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. „Der Nationalpark mit seinem Informationsnetzwerk besitzt ein großes Potenzial als außerschulischer Lernort. In Nideggen bietet beispielsweise die Verknüpfung mit den fünf qualifizierten Nationalparkschulen und der Jugendherberge weiteres Entwicklungspotenzial“, sagte Margit Göckemeyer, Bürgermeisterin und Gastgeberin der Stadt Nideggen.„Es ist deutlich zu spüren. Auch nach 10 Jahren gehen Ihnen die Ideen für eine nachhaltige Entwicklung der Nationalparkregion nicht aus. Mein Haus wird Sie dabei weiterhin nach Kräften unterstützen“, sagte Remmel den Vertreterinnen und Vertretern der Region zu.Den aktuellen Stand der Nationalparkentwicklung stellte Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamtes Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW, vor. Demnach wurden insgesamt im Nationalpark bereits mehr als 7.100 Arten nachgewiesen. Davon stehen rund 1.600 Arten in den Roten Listen der in Nordrhein-Westfalen bzw. Deutschland gefährdeten Arten. In dem 110 Quadratkilometer großen Schutzgebiet finden unter anderem Wildkatze, Schwarzstorch und Mittelspecht wertvollen Lebensraum. Der Anteil der Prozessschutzflächen, in denen auf Waldentwicklungsmaßnahmen zur Förderung der Naturnähe verzichtet wird, beträgt derzeit rund 58 Prozent der Nationalparkfläche. Langfristig sollen über 80 Prozent der Fläche einer natürlichen Entwicklung überlassen werden. An den organisierten Veranstaltungen des Nationalparks nahmen allein im Jahr 2012 mehr als 37.000 Personen teil. Die fünf Nationalpark-Tore mit Ausstellungen wurden seit ihrer Eröffnung von mehr als 1,75 Millionen Gästen besucht.Zum 10-jährigen Bestehen des Schutzgebietes ist am 30./31. August 2014 ein großes Jubiläumsfest in der Region geplant.

MKULNV

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