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Das 10. Arnsberger Waldforum endete am 15. November mit einer Exkursion in das Arboretum Burgholz von Wald und Holz NRW.

10. Arnsberger Waldforum: Wald der Zukunft

Beim 10. Arnsberger Waldforum am 14./15. November 2019 – veranstaltet vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen – betrachteten gut 140 Experten, Denker und kritische Geister an zwei Tagen die Themen Waldbau und Generhaltung (im Klimawandel) aus unterschiedlichen Perspektiven.

Der Wald in Nordrhein-Westfalen leidet. Der Klimawandel mit Rekordtemperaturen, Dürreperioden, der Borkenkäfer-Kalamität und starken Stürmen macht ihm zu schaffen. Die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer stehen vor großen Aufgaben, die zu meistern sind. Doch die aktuelle Krise der Großkalamität bietet auch Chancen für einen neuen, klimastabilen Wald, der auch zukünftig die vielfältigen Waldfunktionen erfüllen kann.

Die Auftaktveranstaltung zum 10. Arnsberger Waldforum fand am 14. November 2019 im Forstlichen Bildungszentrum in Arnsberg statt. In zahlreichen Fachvorträgen aus den Bereichen der Forstgenetik, Forstpflanzenzucht oder der Waldökosystemforschung wurden Möglichkeiten und Lösungen zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Waldes aufgezeigt. „Wir alle stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen und brauchen vor allem qualifiziertes Forstpersonal, um unsere Aufgaben entsprechend zu bewältigen. Der Wald der Zukunft braucht eine Forstverwaltung der Zukunft“, betonte Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. „Wenn nicht jetzt, wann dann!“

Das 10. Arnsberger Waldforum endete am 15. November mit einer Exkursion in das Arboretum Burgholz von Wald und Holz NRW
Referenten, Gäste und Gastgeber des 10. Arnsberger Waldforums, veranstaltet von Wald und Holz NRW. Foto: Wald und Holz NRW

Dass die Instrumente zur Bewältigung die Waldbewirtschafttung im Klimawandel da sind, bestätigte Dr. Thorsten Mrosek vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und verwies auf das Waldbaukonzept als praktische Hilfe für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer.

Prof. Dr. Oliver Gailing von der Georg-August-Universität in Göttingen legte seinen Schwerpunkt auf die Forstgenetik und die Forstpflanzenzüchtung. „Die genetische Diversität ist eine wichtige Komponente in der Biodiversität“, sagte Gailing. „Es ist wichtig, die innerartliche Varianz zu erhalten und zum Beispiel die südlichen Herkünfte den nördlichen Herkünften beizumischen.“

Einen weiteren Blick auf die Biodiversität warf Dr. Peter Brang von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf in der Schweiz: „Wir müssen die Zusammensetzung unserer Wälder dynamisch sehen und damit rechnen, dass sich die Baumarten verändern werden. Dabei können Gastbaumarten eine gewisse Rolle spielen.“

Neues Zentrum für Wald- und Holzwirtschaft

Wald und Holz NRW wird zukünftig auch über ein neues Zentrum für Wald- und Holzwirtschaft verfügen. Dr. Bertram Leder, der Leiter des neuen Zentrums stellte die Schwerpunkte der Einrichtung vor: „Die Zukunftsaufgabe des neuen Zentrums für Wald- und Holzwirtschaft ist im Kern der Wissenstransfer und die angewandte Forschung, so wie die Intensivierung und der Ausbau der Kommunikation und Zusammenarbeit der drei Hauptakteure Grundlagenforschung, forstliche Praxis und angewandte Forschung.“

Exkursion in das Arboretum Burgholz

Das 10. Arnsberger Waldforum endete am 15. November mit einer Exkursion in das Arboretum Burgholz von Wald und Holz NRW. Hier betrachteten die Teilnehmenden auf den Versuchsflächen verschiedene Waldbilder mit fremdländischen Baumarten mit Blick auf den Klimawandel.

Das Arnsberger Waldforum hat sich seit seinem Entstehen zu einem anerkannten und gefragten Fachforum entwickelt. Das 11. Arnsberger Waldforum ist bereits in Planung.

Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

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