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Das 1. Berliner Waldsymposium am 11.9.2019 stand unter dem Motto „Waldwirtschaft unter Druck – Anforderungen an ein modernes Risikomanagement“.

1. Berliner Waldsymposium

Der Dachverband der privaten und körperschaftlichen Waldeigentümer in Deutschland, AGDW – Die Waldeigentümer, hat am 11. September zum 1. Berliner Waldsymposium eingeladen.

Das 1. Berliner Waldsymposium am 11.9.2019 stand unter dem Motto „Waldwirtschaft unter Druck – Anforderungen an ein modernes Risikomanagement“. Zu der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung trafen sich mehr als 120 Experten aus der Forstwissenschaft, Landesforstverwaltungen, privaten und kommunalen Forstbetrieben, Unternehmer sowie Politiker und Spitzenvertreter von Verbänden.

Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, begrüßte die Teilnehmer in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Zentrum Berlins und betonte: „Unabhängig von der aktuellen Krise im Wald brauchen wir langfristige Lösungen, um die Wälder weiterhin auf die Auswirkungen des Klimawandels einzustellen.“ Dazu zählen vielfältige politische und forstliche Maßnahmen: von der Reform des Forstschädenausgleichsgesetzes über Waldumbauprogramme bis zu Vereinfachungen in der forstlichen Förderung mit Blick auf den Kleinprivatwald. Von der Marwitz forderte darüber hinaus ein zentrales Schadensmonitoring: „Um in Krisenfällen die Schäden in den Wäldern genau ermitteln zu können, brauchen wir eine moderne, satellitengestützte Technologie, die exakte Daten liefert.“

Der AGDW-Präsident machte deutlich, dass sich eine Katastrophe, wie sie aktuell in den Wäldern erlebbar ist, künftig wiederholen kann. Klimaforscher und Meteorologen warnen vor einer Zunahme von Wetterextremen wie Dürren, Stürmen und Starkregen: „Der Klimawandel ist nicht neu, daher stellen sich Waldeigentümer und Forstwirtschaft bereits seit Jahrzehnten im Waldbau darauf ein.“ Belegt werde dies durch die dritte Bundeswaldinventur: Danach besteht der Wald in Deutschland zu über 50 % aus Mischwäldern, zu 23 % aus reinen Laub- und zu 27 % aus Nadelwäldern.

Unterstützung aus der Forstwissenschaft erhielt von der Marwitz hinsichtlich seiner Auffassung, dass nach den Erfahrungen der letzten Monate verstärkt klimatolerante Baumarten in den Fokus gerückt werden müssen: „Dabei darf es keine Scheuklappen geben. Baumarten wir Douglasie, Roteiche, Küstentanne oder Esskastanie müssen in den Waldbau einbezogen werden.“ Außerden Baumarten aus Südeuropa.

Der Dachverband der privaten und körperschaftlichen Waldeigentümer in Deutschland, AGDW – Die Waldeigentümer, hat am 11. September das 1. Berliner Waldsymposium eingeladen.
Die von den Tagungsteilnehmer in fünf Kleingruppen erarbeiteten Forderungen an die forstpolitischen Sprecher der Fraktionen des Bundestages wurden diskutiert mit (v.l.): Dirk Wiese (SPD-Bundestagsfraktion); Peter Felser, AfD; Karlheinz Busen, FDP; Moderator Prof. Dr. Ulrich Schraml (FVA); Harald Ebner, Bündnis 90/Die Grünen; Alois Gerig, CDU/CSU. Foto: S. Loboda

Der AGDW-Präsident forderte bei dem Symposium außerdem, dass insbesondere der Kleinprivatwald in den Fokus der Unterstützungsprogramme genommen werden müsse. Die Mehrheit der Waldbesitzenden in Deutschland verfüge nur über wenige Hektar. Insbesondere sie benötigen die Hilfen durch die Bundesregierung. „Gerade der Kleinprivatwald und die vielen Forstbetriebsgemeinschaften müssen im Risikomanagement in den Fokus rücken.“

Red./AGDW – Die Waldeigentümer

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