Jürgen Huss 75
Prof. Dr. Jürgen Huss
In der frühen Phase seiner Forschungstätigkeit beschäftigte er sich mit ökologischen Fragestellungen wie z.B. der Naturverjüngung der Buche in seiner Dissertation und dem Einfluss von Beschattung und Düngung auf das Wachstum junger Fichten in der Habilitations-Schrift. Versuche zur Verjüngung und Pflege von Kiefern- und Fichtenbeständen dagegen waren mehr auf die Praxis ausgerichtet. Grundlagenorientierte und angewandte Aspekte des Waldbaus vereinigten dann Projekte zur natürlichen und künstlichen Wiederbewaldung auf Sturmschadensflächen. Mit einer großen Zahl von Doktoranden bearbeitete er Probleme der Rehabilitation von degradierten Wäldern in Südbrasilien, Paraguay, Chile, Argentinien, Indonesien, Thailand, Tansania, Äthiopien.
Prof. Huss war über zwei Jahrzehnte waldbaulicher Berater der Forstverwaltungen in Irland und in der Türkei, wo er sich schwerpunktmäßig für die Wiedereinbringung und Pflege von Laubbäumen engagiert hat. So ist er Koautor der Bücher „Growing broadleaves in Ireland“ und „Förderung der Laubwaldwirtschaft in der Türkei“ (in türkisch). Sein Engagement für die langjährige, enge Kooperation in Forschung und Lehre mit dem University College Dublin wurde im Jahr 2008 mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.
Sein Interesse an der Ausbildung ist auch heute noch ungebremst. Prof. Huss engagiert sich weiterhin bei der Betreuung und Mitbetreuung von Abschlussarbeiten sowie bei der Durchführung von Exkursionen, insbesondere für Gruppen ausländischer Studierender. Legendär ist die von ihm geführte „Schauinsland-Exkursion“. Er ist Vertrauensdozent der Friedrich-Naumann Stiftung und hält universitätsweit angebotene Kurse über wissenschaftliches Schreiben. Weiterhin beschäftigt er sich mit der Auswertung von langfristigen Versuchsflächen. Die Mitarbeiter des Waldbau-Instituts und der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften wünschen dem Jubilar weiterhin gute Gesundheit und Freude an den mannigfaltigen Aktivitäten.
































