Akkugeräte im Kommen
Motorsägen und andere Motorgeräte, die mit Akkus betrieben werden, sind heute keine Seltenheit mehr. Das gilt zumindest für den reinen Hobbybereich. Wie aber sieht es mit Akkugeräten für Profis aus? Forst & Technik hat sich auf der Interforst auf den neuesten Stand gebracht. Ergebnis: Zielgruppe der vorgestellten Geräte sind im Wesentlichen Landschaftspfleger und Handwerker.
Die Hauptvorteile der Akkugeräte sind ihre geringe Lärm- und Abgasentwicklung, das war bei allen Firmen unisono zu hören. Darüber hinaus muss man sie beim Starten nicht anreißen wie benzinbetriebene Geräte und es gibt andererseits kein störendes Kabel wie bei normalen Elektrogeräten. Alle vorgestellten Geräte haben Lithium-Ionen Akkus. Sie halten ihre Energieleistung bis fast zur völligen Entladung und haben praktisch keinen Memory-Effekt, der mit dem Alter die Ladekapazität verringern würde.
Pellenc
Der Spezialist für akkubetriebene Geräte ist der französische Anbieter Pellenc, der seine Produkte wegen ihrer geringen Emissionen als „Green-Technology“ bezeichnet. Gebietsverkaufsleiter Andras Kuisl rechnet vor, dass man mit Akkugeräten im Gegensatz zu Benzingeräten nicht nur ökologisch arbeitet, sondern auch Geld spart: „Sie brauchen für nur 14 Cent Strom am Tag. Der für die gleiche Arbeit benötigte Sonderkraftstoff würde 10 € kosten.“ Seit 2002 bietet Pellenc Akkugeräte an, zunächst für die Olivenernte, dann den Weinbau. 2007 stieg Pellenc mit dem ersten Hochentaster, einer Motorsäge mit Griffstange, in den Forst- und Landschaftsbereich ein. Die Stange des Selion-Hochentasters ist fest oder teleskopierbar von 1,3 bis 3 m.
Aufgrund ihrer Größe und Leistung integriert Pellenc seine Akkus nicht in die Geräte, sondern bietet Rucksack-Akkus an, die auf den Rücken geschnallt werden. Das bringt den Vorteil, dass die Laufzeit der Akkus ohne Probleme für einen ganzen Arbeitstag reicht. Der kleine Nachteil ist, dass die Geräte über ein Kabel mit dem Akku verbunden werden müssen. Dieser leistet 17 Ah bei 50 V, das stärkste Modell speichert 800 Wh. Aufgeladen werden die Akkus mit einem Standard- oder einem Schnellladegerät. Das stärkste Akkumodell lässt sich damit in neun (Standard), bzw. drei Stunden (Schnelllader) aufladen. Neu im Programm hat Pellenc einen Lithium-Polymer-Akku, der sich mindestens 1200-mal aufladen lässt, die anderen Energiespeicher bringen es auf mindestens 800-mal. Weitere Vorteile: Der Polymer-Akku ist sehr kompakt gebaut und wird nicht so schnell heiß wie andere Akkus. Außerdem neu: ein Solar-Ladegerät, mit dem sich die Geräte netzautark aufladen lassen.
Neben dem Hochentaster bietet Pellenc in der Selion-Produktreihe auch zwei Motorsägen an, eine Revolversäge und eine klassische Toppendelsäge. Die Revolversäge ist optimal für die einhändige Bedienung geeignet. Die Kettensperre der Sägen funktioniert nicht mechanisch, wie von Benzinsägen bekannt, sondern elektronisch. Darüber hat Pellenc die Helion Heckenschere und Treelion Astschere im Programm, jeweils mit und ohne Griffstange, und außerdem den Excelion Freischneider.
Stihl
Der Spezialist für akkubetriebene Geräte ist der französische Anbieter Pellenc, der seine Produkte wegen ihrer geringen Emissionen als „Green-Technology“ bezeichnet. Gebietsverkaufsleiter Andras Kuisl rechnet vor, dass man mit Akkugeräten im Gegensatz zu Benzingeräten nicht nur ökologisch arbeitet, sondern auch Geld spart: „Sie brauchen für nur 14 Cent Strom am Tag. Der für die gleiche Arbeit benötigte Sonderkraftstoff würde 10 € kosten.“ Seit 2002 bietet Pellenc Akkugeräte an, zunächst für die Olivenernte, dann den Weinbau. 2007 stieg Pellenc mit dem ersten Hochentaster, einer Motorsäge mit Griffstange, in den Forst- und Landschaftsbereich ein. Die Stange des Selion-Hochentasters ist fest oder teleskopierbar von 1,3 bis 3 m.
Aufgrund ihrer Größe und Leistung integriert Pellenc seine Akkus nicht in die Geräte, sondern bietet Rucksack-Akkus an, die auf den Rücken geschnallt werden. Das bringt den Vorteil, dass die Laufzeit der Akkus ohne Probleme für einen ganzen Arbeitstag reicht. Der kleine Nachteil ist, dass die Geräte über ein Kabel mit dem Akku verbunden werden müssen. Dieser leistet 17 Ah bei 50 V, das stärkste Modell speichert 800 Wh. Aufgeladen werden die Akkus mit einem Standard- oder einem Schnellladegerät. Das stärkste Akkumodell lässt sich damit in neun (Standard), bzw. drei Stunden (Schnelllader) aufladen. Neu im Programm hat Pellenc einen Lithium-Polymer-Akku, der sich mindestens 1200-mal aufladen lässt, die anderen Energiespeicher bringen es auf mindestens 800-mal. Weitere Vorteile: Der Polymer-Akku ist sehr kompakt gebaut und wird nicht so schnell heiß wie andere Akkus. Außerdem neu: ein Solar-Ladegerät, mit dem sich die Geräte netzautark aufladen lassen.
Neben dem Hochentaster bietet Pellenc in der Selion-Produktreihe auch zwei Motorsägen an, eine Revolversäge und eine klassische Toppendelsäge. Die Revolversäge ist optimal für die einhändige Bedienung geeignet. Die Kettensperre der Sägen funktioniert nicht mechanisch, wie von Benzinsägen bekannt, sondern elektronisch. Darüber hat Pellenc die Helion Heckenschere und Treelion Astschere im Programm, jeweils mit und ohne Griffstange, und außerdem den Excelion Freischneider.
Stihl
Der Forstgerätehersteller Stihl hat bereits im Frühjahr 2009 die Akku-Heckenscheren HSA 65/HSA 85 auf den Markt gebracht. Auf der Interforst wurden jetzt drei weitere Geräte vorgestellt, die mit ein- und demselben Akku betrieben werden: eine Motorsense mit den Modellen FSA 65 und FSA 85, das Blasgerät BGA 85 und die Motorsäge MSA 160 C. Akku-Baukastensystem nennt Stihl das. Markteinführung der drei neuen Geräte wird Herbst 2010 bis Frühjahr 2011 sein.
Je nachdem, welches Gerät bzw. welcher Akku benutzt wird, erreicht man eine Laufzeit von 20 bis 45 Minuten. „Dabei muss jedoch beachtet werden, dass es bei der Arbeit auch Stillstand für das Gerät gibt, die tatsächliche Arbeitszeit ist also länger“, erklärt Gregor Kreutz, Verkaufsberater bei Stihl.
Am Beispiel der Motorsäge wird es deutlich: Ihre Laufzeit beträgt wegen der großen Kraftbeanspruchung nur bis zu 35 Minuten. „Für den Dauerbetrieb im Wald ist sie damit natürlich nicht geeignet“, erläutert Pressesprecherin Petra Möck. „Aber als Ergänzung, z. B. für Reparaturarbeiten beim Hochsitzbau, ist sie ebenso ideal einzusetzen wie im Handwerk – etwa bei einem Zimmerer, der beim Bau eines Dachstuhls Latten kürzt. Bei diesen Einsätzen kommt man mit der Akkukapazität sehr lange aus.“ Die längste Laufzeit hat mit 65 Minuten die Heckenschere. Demgegenüber steht abhängig von der Akkukapazität eine Ladezeit von 25 bis 50 Minuten mit dem Schnellladegerät, das den Akku in dieser Zeit zu 80 % auflädt. Die Akkus haben eine Leistung von 36 V bei 80 Wh (AP 80) bis 160 Wh (AP 160).
Dolmar
Dolmar
Dolmar (Makita-Gruppe) stellt ein ähnliches System wie Stihl vor. Auch hier sind es die Motorsäge, die Heckenschere, das Blasgerät und die Motorsense. Letztere gibt es allerdings bei Dolmar auch mit einem Metallmesser als Freischneider.
Auch hier sind im Baukastensystem alle Geräte mit dem gleichen Akku zu betreiben. Dieser ist nicht wie bei Stihl ins Gehäuse integriert, sondern sitzt außen am Gerät. Die Abstriche im Design macht er durch die Ladezeit wett: In nur 22 Minuten wird der Akku zu 100 % geladen. Zur Laufzeit erklärt Marketingleiter Hendrik Peters: „Wir haben mit der Motorsäge Latten mit 5,5 cm Querschnitt gekappt und dabei 300 Schnitte geschafft. Unser Freischneider läuft 40 Minuten im Dauereinsatz.“ Die Geräte bringen eine Leistung von etwa 1 PS. Bereits vor zwei Jahren hatte Dolmar eine 18-V-Akku-Säge für Gelegenheitsnutzer, wie Zimmerleute oder Dachdecker auf den Markt gebracht. Seine Zielgruppe sieht Peters insbesondere bei Firmen, die in lärmsensiblen Bereichen arbeiten, wie Wohnanlagen, Parks oder auf Friedhöfen, aber auch bei Handwerkern. Die Dolmar-Geräte sollen Ende August 2010 auf den Markt kommen.
Husqvarna
Husqvarna bietet derzeit noch keine Akkugeräte für den Landschaftspflegebereich an, plant jedoch einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren bis zu ihrer Markteinführung. Spätestens zur nächsten Interforst sollen Akkugeräte im Programm sein.
Solo
Solo hat ein akkubetriebenes Spritzgerät im Angebot und plant darüber hinaus keine Akkugeräte.
Husqvarna
Husqvarna bietet derzeit noch keine Akkugeräte für den Landschaftspflegebereich an, plant jedoch einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren bis zu ihrer Markteinführung. Spätestens zur nächsten Interforst sollen Akkugeräte im Programm sein.
Solo
Solo hat ein akkubetriebenes Spritzgerät im Angebot und plant darüber hinaus keine Akkugeräte.
Marc Kubatta-Große








































